
Als „Gerät, das Zeit und Entfernungen schrumpfen lässt“, bezeichnete Pontiac den GTO im Debütjahr 1964 in der Werbung. Ein kalifornisches Ehepaar ließ dem Slogan Taten folgen, ging mit einem modifizierten 66er-GTO auf große USA-Tour und hat damit so ganz nebenbei auch noch Drag-Rennen gewonnen.
Les Iden, Hacienda Heights, Kalifornien, USA
Von Armin Kußler, Fotos: Peter S. Linney
Gänzlich neu war das Grundkonzept des Pontiac GTO ja eigentlich nicht. Einen großen, leistungsstarken Motor in eine (nach US-amerikanischen Maßstäben) kompakte Karosserie zu verpflanzen, war im Grunde genau das, was das „Hot Rodding“ schon von jeher ausgemacht hatte – und dessen Wurzeln lassen sich immerhin zurück bis in die späten Zwanzigerjahre verfolgen. In der zweiten Hälfte der Fünfzigerjahre boten bereits mehrere US-Autohersteller zumindest optional stärkere V8-Triebwerke in einigen Fahrzeugtypen an, die sich damit in so etwas wie „Werks-Hot-Rods“ verwandeln ließen. Nennenswerte Stückzahlen haben die in aller Regel jedoch nicht erreicht. Als der eigentliche Prototyp des amerikanischen Muscle-Cars gilt daher erst der 1964er Pontiac Tempest GTO. Der allerdings wäre um Haaresbreite schon vor seiner Geburt gestorben …
Weiter im STREET Magazine Nr. 3-2012 …