STREET MAGAZINE Movie- und Muscle Cars
Sehr geehrte Damen und Herren, zwei kurze Anmerkungen: 1.) Movie Cars: Es gibt noch einen sehr guten Film, in dem neben den menschlichen Hauptdarstellern ein gelber Dodge Charger eine Hauptrolle spielt: „Kesse Mary – irrer Larry“. 2.) Muscle-Car-Fieber: Der in einem Artikel erwähnte Smokey Yunick hat den wohl illegalsten NASCAR-Rennwagen aller Zeiten gebaut, eine 66er Chevelle. Der Wagen wurde nur bei einem Rennen eingesetzt, am 7. August 1966, gefahren von Curtis Turner. Des Weiteren gibt es kein Buch über NASCAR-Rennwagen, in dem der Wagen aus diesem Grund nicht erwähnt wird. So soll unter anderem der Überrollkäfig so aufgebaut gewesen sein, dass darin zusätzlich Benzin aufgenommen werden konnte, um Tankstopps einzusparen. Um all die Dinge aufzuführen, die sonst noch illegal an dem Wagen waren, könnte man eine ganze DIN-A4-Seite vollschreiben. Zum Schluss wünsche ich euch, macht weiter so! Udo Martens
Hallo Udo, den 1974 gedrehten Film „Kesse Mary – Irrer Larry“ (US-Originaltitel „Dirty Mary Crazy Larry“) mit Peter Fonda, Susan George und Adam Roarke in den Hauptrollen, hatten wir schon das ein oder andere Mal innerhalb unserer Artikel zu verschiedenen Dodge Chargern der zweiten Generation erwähnt. Sicher zählt der Streifen, in dem ein 69er Charger die automobile Hauptrolle spielt, zu den erwähnenswerten Kultfilmen jener Epoche – nicht zuletzt natürlich für die zahlreichen Mopar-Fans. Interessanterweise wird übrigens auch in dem Film von einen gelben Auto gesprochen, obwohl der Dodge hellgrün lackiert war. Was Smokey Yunicks 66er Chevrolet Chevelle betrifft: Über den berühmt-berüchtigten schwarz-goldenen NASCAR-Renner mit der Nummer 13 gibt es in der Tat so einige Anekdoten. Das Auto soll gegenüber der Konkurrenz schon bei Testfahrten so schnell gewesen sein, dass nur allzu offensichtlich wurde, dass Yunick extensiv an der Aerodynamik gefeilt hatte. Das Dach war modifiziert und der Boden nach oben verlegt worden, um die Karosserie abzusenken. Zum Vergleich mit dem Original wurde übrigens eine andere Chevelle herangezogen, aber auch die soll wohl Yunick gehört haben. Zudem hat er bei seinem Renner lange Windungen besonders dicker Benzinleitungen verwendet, um den Benzinvorrat zu vergrößern. Das Volumen seines zu großen Tanks soll er versucht haben, vor einer Inspektion durch einen aufblasbaren Basketball im Inneren zu verringern. Insgesamt neun Punkte hatten ihm die NASCAR-Inspektoren schließlich zu ändern aufgetragen. Als man ihm dann auch noch den Tank zur Begutachtung ausbaute, startete er kurzerhand den Motor, der durch das Benzin in den dicken Leitungen dennoch lief, und meinte: „Macht besser zehn draus.“ Nebenbei erwähnt war Yunick aber beileibe nicht der Einzige, der versuchte zu mogeln. „Die anderen Jungs betrügen zehnmal mehr, also war es bloß Selbstverteidigung“, soll er mal geäußert haben.